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Von Experten entwickelt, von Pferden geliebt!

Das Sommerekzem („Sweet Itch“) bedeutet für viele Pferde von März bis Oktober einen quälenden Kampf gegen Juckreiz. Ausgelöst durch eine allergische Reaktion auf den Speichel von Culicoides-Mücken, führt es häufig zu Hautirritationen, Krustenbildung und sekundären Infektionen. Besonders auffällig sind Mähne, Schweifansatz und Bauch.

Warum reagiert der Pferdekörper so stark?

  • Allergische Reaktion auf Insektenstiche
  • Genetische Veranlagung (häufig bei Islandpferden, Norwegern, Friesen)
  • Überreiztes oder dysbalanciertes Immunsystem
  • Stoffwechselbelastung durch Haltungs- oder Fütterungsfehler

Klar erkennbare Symptome

  • Starker Juckreiz & exzessives Scheuern
  • Haarverlust, Hautrötung, Pusteln, Krustenbildung
  • Entzündete Stellen an Mähne, Hals, Bauch, Fesselbeugen
  • Sekundäre bakterielle oder pilzliche Infektionen

Effektive Nährstoffe für mehr Hautbalance & Immunkraft

Omega‑3-Fettsäuren bei Sommerekzem: Was wirkt wirklich?

Die Gabe von Omega‑3-Fettsäuren, insbesondere EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure), gehört zu den wirkungsvollsten Fütterungsstrategien bei Sommerekzem. Studien und Praxiserfahrungen zeigen eine deutliche Reduktion von Entzündungen, Juckreiz und Immunreaktionen – vorausgesetzt, die Dosierung stimmt und das richtige Fettsäureprofil wird gewählt.

Wirkung

  • Entzündungshemmend durch Konkurrenz zu Arachidonsäure (Omega‑6)
  • Reduktion allergischer Mediatoren wie Histamin, IL-5 und IL-31
  • Verbesserte Hautelastizität & Zellmembranstruktur
  • Immunsystemregulierend ohne Immunsuppression

Was sagt die Wissenschaft?

  • In einer kontrollierten Studie mit Islandpferden zeigte die Gabe von EPA/DHA-reichem Öl (ca. 1 g/kg Körpergewicht täglich) eine signifikante Verbesserung des Hautzustandes bei Sommerekzem über 4–8 Wochen (KER.com)
  • Fischöl schnitt im Vergleich zu Leinsamenöl (nur ALA) deutlich besser ab – ALA muss erst ineffizient zu EPA/DHA umgewandelt werden (Konversionsrate <10%)

📏 Dosierungsempfehlung für Pferde (500–600 kg)

Präparat EPA + DHA-Gehalt (pro 10 ml) Empfohlene Tagesmenge Bemerkung
Hochreines Fischöl 2.000–2.500 mg 10–15 ml/Tag Effektiv, aber nicht für jeden geeignet (Geruch)
Algenöl (vegan) 1.500–2.000 mg 15–20 ml/Tag Ideal für empfindliche oder allergische Pferde
Leinöl (nur ALA) <100 mg EPA/DHA nicht empfohlen Zu geringe Wirksamkeit bei Ekzem

Wichtig: Immer langsam anfüttern (z.B. mit 5 ml/Tag beginnen), um Verdauung und Leberstoffwechsel nicht zu überfordern.

Wirkung

  • Entzündungshemmend durch Konkurrenz zu Arachidonsäure (Omega‑6)
  • Reduktion allergischer Mediatoren wie Histamin, IL-5 und IL-31
  • Verbesserte Hautelastizität & Zellmembranstruktur
  • Immunsystemregulierend ohne Immunsuppression

🔬 Was sagt die Wissenschaft?

  • In einer kontrollierten Studie mit Islandpferden zeigte die Gabe von EPA/DHA-reichem Öl (ca. 1 g/kg Körpergewicht täglich) eine signifikante Verbesserung des Hautzustandes bei Sommerekzem über 4–8 Wochen.
  • Fischöl schnitt im Vergleich zu Leinsamenöl (nur ALA) deutlich besser ab – ALA muss erst ineffizient zu EPA/DHA umgewandelt werden (Konversionsrate <10%).

Studien zeigen: Omega‑3-Fettsäuren haben entzündungsmodulierende Effekte und können allergische Reaktionen bei Ekzempferden deutlich verringern.

  • EPA & DHA (z.B. aus Algen- oder Fischöl): besonders wirksam bei immunologischen Hautreaktionen.
    Dosierungsempfehlung: ca. 10–15ml Algenöl/Tag (je nach Gehalt ca. 1.000–1.500mg EPA/DHA).
  • ALA (α-Linolensäure): aus Leinsamen (Flachs) ebenfalls hilfreich, aber weniger potent als EPA/DHA.

Quelle: O’Neill, W., McKee, S., & Clarke, A. F. (2002). Flaxseed (Linum usitatissimum) supplementation associated with reduced skin test lesional area in horses with Culicoides hypersensitivity. Canadian Journal of Veterinary Research, 66(4), 272–277.

Zink, Kupfer & Selen – gezielte Spurenelemente

  • Ekzempferde zeigen häufig erniedrigte Zink- und Nickelwerte im Blut, was mit einer stärkeren Juckreizsymptomatik korreliert (SCIRP, 2021).
  • Organisch gebundene Formen (z.B. Zinkchelat, Selenmethionin und Selenhefe) sind besser bioverfügbar.
  • Zink unterstützt die Hautbarriere, Kupfer ist wichtig für Pigmentbildung und Entzündungsregulation, Selen für antioxidative Prozesse.

Biotin, B‑Vitamine & Vitamin E

  • Biotin (15–20mg/Tag) stärkt Haut und Fell, unterstützt die Zellneubildung.
  • Vitamin E (min. 1.000–2.000 IE/Tag) reduziert oxidativen Stress und stabilisiert entzündetes Gewebe.
  • B‑Vitamine (insb. B2, B6, B12) wirken stoffwechselregulierend und immunmodulierend.

Schwefelquellen & schwefelhaltige Aminosäuren

  • Methionin, MSM & Kräuter wie Brennnessel fördern die Entgiftung über Haut und Leber, verbessern Elastizität und Wundheilung.
  • Schwefel wird für die Synthese von Keratin und Glutathion benötigt.

Studien-Update zu Spurenelementen:

Eine finnische Studie (2021) fand signifikante Unterschiede der Zink- und Nickelkonzentrationen zwischen Ekzemern und gesunden Pferden. Nach erfolgreicher Behandlung normalisierten sich die Werte.

Impfstoffe gegen IL‑5 / IL‑31:

Zytokin-Inhibitoren werden in Studien erfolgreich getestet. Sie wirken gezielt gegen den übermäßigen Juckreiz und können allergische Reaktionen dämpfen. Noch in Erprobung – mit Potenzial für die Zukunft.

Phospholipid-Forschung:

Unterschiede in Zellmembranzusammensetzung und Entzündungstransduktion könnten künftig als Diagnosetool oder Therapieansatz dienen – Forschung hierzu ist noch jung, aber vielversprechend.

Praxis-Tipps: So fütterst du gezielt bei Ekzemern

  • Getreide- und zuckerarm füttern: reduziert die systemische Entzündung
  • Tägliche Gabe von Omega‑3:
    • 10–15ml Algenöl oder Fischöl (1.000–1.500mg EPA/DHA)
    • oder 100–120g Leinsamen (reich an ALA)
  • Biotin: 15–20mg täglich über mindestens 8–12 Wochen
  • Zink (~80mg), Kupfer (~15mg), Selen (~1–2mg) in organisch gebundener Form
  • Ergänzend: Schwarzkümmelöl, Brennnessel, Mariendistel, Kurkuma (Qualität und Mengen sind entscheidend)
  • Dokumentation mit Hauttestbildern – hilft bei Verlaufskontrolle

📌 Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf ein Großpferd mit 500–600kg.

Fütterungspyramide bei Ekzemern

Gezielte Fütterung bei Sommerekzem – die 3-Stufen-Pyramide

Hausmittel, Haltung & Prävention

  • Fliegendecken, Masken & Ventilatoren zum Mückenschutz
  • Stallzeiten morgens & abends meiden – dann fliegen die Culicoides
  • Pflegemittel mit Aloe Vera, Birkenwasser, Apfelessig oder Zinksalbe
  • Offenstallhaltung mit Sozialkontakt & täglicher Bewegung zur Immunstärkung

FAQ

Wie schnell wirkt Omega‑3 bei Sommerekzem?

Erste Besserung nach 4–6 Wochen; bei EPA/DHA oft schneller sichtbar als mit rein pflanzlichem ALA.

Kann Zink fehlen, obwohl das Pferd regelmäßig versorgt wird?

Ja – Ekzempferde zeigen oft zu niedrige Serumwert trotz Fütterung. Eine gezielte organische Supplementierung (Aminosäurenchelate wie Zink Glycinat (Zink Chelat Glycin), ist wirksamer, siehe auch folgenden Blogbeitrag: https://www.winnies.de/zink-das-unterschaetzte-spurenelement-fuer-optimale-gesundheit-und-leistungsfaehigkeit-bei-pferden