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Von Experten entwickelt, von Pferden geliebt!

Magnesium für Pferde gehört zu den wichtigsten Themen in der modernen Pferdefütterung. Magnesium gehört in der Tierernährung zu den wichtigsten Mineralstoffen für das Pferd. Es ist ein zentraler Bestandteil des Elektrolythaushalts und wird für die Funktion von Muskeln, Nerven und den Energiestoffwechsel benötigt. Der Mineralstoff spielt eine zentrale Rolle für Muskeln, Nervensystem und Energiestoffwechsel und wird besonders häufig bei nervösen, sensiblen oder stark belasteten Pferden supplementiert. 

In der Praxis werden vor allem Magnesium-Citrat und Magnesium-Malat kombiniert eingesetzt, da beide Magnesiumformen unterschiedliche Eigenschaften im Stoffwechsel unterstützen können. 

Ziel ist dabei nicht, das Verhalten des Pferdes kurzfristig zu verändern, sondern die normale Funktion von Muskeln, Nerven und Stoffwechselprozessen bedarfsgerecht zu unterstützen.

Was bewirkt Magnesium für Pferde?

Magnesium unterstützt beim Pferd vor allem den Nerven-, Muskel- und Energiestoffwechsel. Es trägt zur normalen Muskelfunktion, Reizweiterleitung und Belastungsverarbeitung bei und ist an über 300 enzymatischen Prozessen beteiligt. 

Besonders wichtig ist Magnesium für: 

  • normale Muskelkontraktion und Muskelentspannung 
  • Reizweiterleitung im Nervensystem 
  • Energieproduktion im Stoffwechsel 
  • Belastbarkeit und Regeneration 
  • physiologische Stressverarbeitung 

👉 Ohne ausreichend Magnesium können viele Stoffwechselprozesse nicht optimal ablaufen.

Magnesium-Malat - das Magnesium mit besonderen Eigenschaften

Magnesium + Apfelsäure Magnesium-Malat besteht aus Magnesium und Apfelsäure (Malat). 

Malat ist ein natürlicher Bestandteil des Energiestoffwechsels und spielt eine Rolle im sogenannten Citratzyklus der Zellen. Dadurch wird Magnesium-Malat in der Pferdefütterung besonders häufig bei: 

  • Sport- und Leistungspferden 
  • Training und Belastung 
  • Unterstützung des Muskelstoffwechsels 
  • sowie bei stoffwechselempfindlichen Pferden eingesetzt. 

Magnesiumformen beim Pferd im Vergleich 

Magnesiumform

  Eigenschaften

  Typischer Einsatz

Magnesiumoxid

  hoher Rohgehalt an Magnesium

  eher einfache Ergänzungen

Magnesium-Citrat

  gut wasserlöslich & gut verfügbar

  schnelle Versorgung

Magnesium-Malat

  beteiligt am Energiestoffwechsel

  Training & Belastung

Citrat + Malat  

  verbindet unterschiedliche Eigenschaften

  tägliche Versorgung

Warum Citrat und Malat häufig kombiniert werden

In der Praxis werden Magnesium-Citrat und Magnesium-Malat oft kombiniert eingesetzt, um unterschiedliche Eigenschaften miteinander zu verbinden.

  • gute Verfügbarkeit im Stoffwechsel 
  • Unterstützung von Energieprozessen 
  • normale Funktion des Nervensystems 
  • Unterstützung der physiologischen Muskelarbeit

👉 Besonders interessant ist dies bei Pferden mit wechselnder Belastung, regelmäßigem Training oder erhöhten Anforderungen an den Energie- und Muskelstoffwechsel.

Dazu zählen in der Praxis häufig auch stoffwechselempfindliche Pferde, beispielsweise: 

  • Pferde mit Polysaccharide Storage Myopathy (PSSM
  • Pferde mit Equines Metabolisches Syndrom (EMS
  • rehegefährdete Pferde bzw. Pferde mit Hufrehe 

Wichtig: Magnesium ersetzt dabei keine angepasste Fütterung oder tierärztliche Betreuung, sondern ist immer Teil eines ganzheitlichen Fütterungs- und Managementkonzepts.

Echter Magnesiummangel oder Unterversorgung beim Pferd?

Ein echter Magnesiummangel beim Pferd ist in der Praxis selten. Häufiger liegt eine suboptimale Magnesiumversorgung vor, die durch Faktoren wie schwankende Heuqualität, hohe Trainingsbelastung oder eine nicht optimal abgestimmte Ration entsteht. Während ein klinischer Magnesiummangel deutliche Symptome verursachen kann, verläuft eine Unterversorgung meist schleichend und zeigt sich eher unspezifisch, z. B. durch erhöhte Reizbarkeit oder Muskelverspannungen. 

👉 Deshalb sollte die Magnesiumversorgung beim Pferd immer im Zusammenhang mit der gesamten Fütterung und dem individuellen Bedarf bewertet werden.

Magnesium in der praktischen Fütterung

Magnesium ist immer im Zusammenhang mit der gesamten Fütterung zu betrachten – also Heu, Weide, Mineralfutter und Zusatzprodukte.

👉 In der Praxis werden dafür häufig Kombinationsprodukte wie winnies Magnesium Complex Pellets Plus eingesetzt, um verschiedene Magnesiumformen unkompliziert in die tägliche Fütterung zu integrieren.

Solche Produkte werden häufig genutzt, wenn:

  • die Fütterung unkompliziert bleiben soll
  • das Magnesium tatsächlich im Pferd aufgenommen werden soll (Akzeptanz/Fressbarkeit)
  • die Vorteile mehrerer Magnesiumformen kombiniert werden sollen
  • eine gleichmäßige Versorgung im Alltag angestrebt wird

👉 Vorteil: einfache Anwendung statt mehrere Einzelprodukte zu kombinieren

Wann Magnesium in der Fütterung eingesetzt wird

Typische Situationen in der Praxis:

  • Trainings- und Leistungsphasen
  • wechselnde Belastung im Alltag
  • sensible oder reaktive Pferde
  • saisonale Umstellungen (z. B. Frühling, Fellwechsel, Anweiden)

👉 immer abhängig von der Gesamtration

Wichtige Hinweise

  • Magnesium ersetzt keine Ursachenanalyse im Training oder Management
  • die Wirkung hängt stark von der Gesamtfütterung ab
  • eine Überversorgung ist nicht sinnvoll

👉 entscheidend ist die individuelle Rationsgestaltung

Magnesium beim Pferd: Dosierung & Praxis

Die empfohlene Gesamtzufuhr liegt bei etwa 10–25 g elementarem Magnesium pro 500 kg Pferd täglich (inkl. Grundfutter, Mineralfutter und Ergänzungen). 

Bei einem Magnesiumgehalt von ca. 10–16 % in organischen Verbindungen entspricht dies ungefähr: 

👉 100–160 g Magnesium-Verbindung pro 500 kg Pferd und Tag 

⚠️ Entscheidend ist immer die Gesamtversorgung aus Heu, Weide, Mineralfutter und Ergänzungsprodukten. Eine Überversorgung ist nicht sinnvoll und sollte vermieden werden.

Fazit

Magnesium-Malat und Magnesium-Citrat werden häufig kombiniert, um unterschiedliche Eigenschaften im Stoffwechsel sinnvoll zu ergänzen.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht eine kurzfristige Veränderung, sondern die Unterstützung normaler physiologischer Prozesse im Pferdekörper.

👉 Entscheidend ist immer die passende Gesamtration und eine praktikable Umsetzung im Alltag.

Kurz gesagt 

„Magnesium verändert dein Pferd nicht – es unterstützt die Prozesse, die bereits im Körper stattfinden.“ 

Entscheidend ist deshalb nicht die möglichst hohe Dosierung, sondern eine bedarfsgerechte Versorgung im Rahmen der gesamten Pferdefütterung.


Häufige Fragen zu Magnesium für Pferde 

Wann sollte man Magnesium beim Pferd supplementieren? 

Vor allem bei hoher Belastung, intensiven Trainingsphasen oder unausgewogener Grundfütterung kann eine Ergänzung sinnvoll sein. 

Wie schnell wirkt Magnesium beim Pferd? 

Je nach Versorgung und Stoffwechsel innerhalb weniger Tage bis Wochen.

Welche Magnesiumform ist für Pferde am besten? 

Häufig werden Magnesium-Citrat und Magnesium-Malat kombiniert, da sie unterschiedliche Eigenschaften im Stoffwechsel besitzen. 

Kann ein Pferd zu viel Magnesium bekommen? 

Ja. Eine dauerhaft zu hohe Magnesiumzufuhr ist nicht sinnvoll und sollte immer im Zusammenhang mit der Gesamtration betrachtet werden.