PayPal, Lastschrift, Apple Pay, Amazon Pay & Kreditkarte
Versandkostenfrei ab 55,- €
Von Experten entwickelt, von Pferden geliebt!

Gesunde Hufe – glückliches Pferd. Wer regelmäßig mit Pferden zu tun hat, weiß: Ohne stabile, gepflegte Hufe geht gar nichts. Denn „Ohne Huf kein Pferd“ ist weit mehr als ein Sprichwort – es ist die Grundlage für Gesundheit, Bewegungsfreude und Leistungsfähigkeit.

In diesem Beitrag erfährst du, wie du die Hufe deines Pferdes übers Jahr hinweg optimal pflegst, typische Probleme erkennst und vermeidest – für mehr Wohlbefinden und Trittsicherheit.

Frühling – Zeit der Umstellung

Im Frühling beginnt die Weidesaison: Mehr Bewegung, mehr Feuchtigkeit, aber auch mehr Belastung für die Hufe. Wenn Pferde von der Box auf die Weide wechseln, reagieren die Hufe oft empfindlich auf die veränderten Bodenverhältnisse.

Darauf solltest du achten:

  • Kontrolliere täglich auf kleine Risse oder weiche Stellen.
  • Nach Regen oder Tauperioden die Hufe gut abtrocknen.
  • Ein leichtes Einfetten der Kronränder schützt vor Feuchtigkeitsverlust.

Tipp von winnies.de: Verwende natürliche Huföle mit Lorbeer- oder Avocadoöl – sie pflegen, ohne den Huf zu versiegeln.

Sommer – Trockenheit & Risse vermeiden

Die warmen Monate bringen Sonne, Staub und harte Böden mit sich. Dadurch trocknen Hufe schnell aus – sie werden spröde und rissig.

So beugst du vor:

  • Vermeide zu häufiges Einölen – das kann die Poren verstopfen.
  • Regelmäßiges Abspülen mit Wasser hält die Hufe geschmeidig.
  • Stelle deinem Pferd ausreichend Schatten und Trinkwasser bereit – auch die Hufhornqualität hängt von der Hydration ab.

Bei starker Trockenheit hilft eine Feuchtigkeitskur über Nacht: Ein feuchter Verband oder Hufwickel unter einer atmungsaktiven Abdeckung lässt das Horn elastisch bleiben.

Herbst – Matsch, Feuchtigkeit und Pilze

Im Herbst lauern neue Gefahren: feuchte Böden, nasses Stroh und Schmutz fördern Hufstrahlfäule und Bakterienwachstum.

So schützt du dein Pferd:

  • Reinige Hufe gründlich nach jedem Ritt oder Weidegang.
  • Kontrolliere besonders den Strahl auf schwarze, übelriechende Stellen.
  • Trage regelmäßig Hufdesinfektionsmittel auf (z. B. mit Kupfersulfat oder Zinkverbindungen).

Ein guter Hufschmiedtermin im Herbst ist Gold wert – er sorgt dafür, dass die Hufe in der nassen Jahreszeit gleichmäßig belastet sind.

Winter – Hufpflege in der Kälte

Im Winter sind viele Pferde weniger aktiv, stehen öfter in der Box oder auf gefrorenem Boden. Das verändert die Durchblutung und damit die Hornqualität.

Worauf du achten solltest:

  • Achte auf ausreichend Bewegung – das fördert die Hufdurchblutung.
  • Kontrolliere Eisen regelmäßig: Schnee kann sich unter den Hufen stauen.
  • Bei Barhufern hilft das Einreiben der Sohle mit Hufbalsam, um Trockenrissen vorzubeugen.

Tipp: Ein sauberer, trockener Stallboden ist im Winter die halbe Miete – zu viel Feuchtigkeit führt zu weichen, brüchigen Hufen.

Ganzjährig wichtig – regelmäßiger Hufschmied & Kontrolle

Ein Pferd sollte alle 6 bis 8 Wochen vom Hufschmied oder Barhufbearbeiter kontrolliert werden. Dabei geht es nicht nur ums Kürzen, sondern auch darum, Ungleichheiten oder Fehlstellungen frühzeitig zu erkennen.

  • gleichmäßige Abnutzung prüfen,
  • gesunde Strahlfurchen erhalten,
  • keine Risse an den Nägeln (bei beschlagenen Pferden).

Extra-Tipp: Viele Pferde sind nach dem Schmiedtermin besonders sensibel – gönn ihnen einen Tag Pause oder leichte Bewegung.

Hufprobleme früh erkennen

  • Pferd läuft fühlig oder klamm
  • unangenehmer Geruch aus der Strahlfurche
  • weiches oder bröckelndes Horn
  • unregelmäßige Abnutzung der Hufe

Reagiere frühzeitig! Schon eine kleine Druckstelle kann sich zu einer schmerzhaften Entzündung entwickeln.

Fazit: Pflege, Prävention und Achtsamkeit

Hufpflege ist kein lästiger Pflichttermin – sie ist tägliche Gesundheitsvorsorge. Je besser du dein Pferd und seine Hufe beobachtest, desto schneller erkennst du Veränderungen.

Ein gepflegter Huf sorgt nicht nur für sicheren Tritt, sondern auch für Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und Lebensfreude. Denn: Ein Pferd steht auf seinen Hufen – im wahrsten Sinne des Wortes.

FAQ: Hufpflege

1. Wie oft sollte man die Hufe pflegen?
Täglich kontrollieren, reinigen und je nach Witterung 2–3 Mal pro Woche pflegen.

2. Was hilft gegen trockene Hufe?
Feuchtigkeit von innen (ausreichend Wasser) und natürliche Öle von außen – kein Silikon oder Dichtmittel.

3. Wann ist der beste Zeitpunkt für den Schmied?
Alle 6–8 Wochen, besonders vor dem Jahreszeitenwechsel.

4. Was tun bei Strahlfäule?
Gründlich reinigen, desinfizieren, trockene Einstreu – und bei Bedarf den Schmied oder Tierarzt hinzuziehen.