PayPal, Lastschrift, Apple Pay, Amazon Pay & Kreditkarte
Versandkostenfrei ab 55,- €
Von Experten entwickelt, von Pferden geliebt!

Was ist Arthrose beim Pferd?

Arthrose ist eine chronisch-degenerative Gelenkerkrankung, bei der sich der Knorpel in den Gelenken langsam abbaut. Dieser Knorpel wirkt normalerweise wie ein Stoßdämpfer zwischen den Knochen. Wird er geschädigt, reiben die Knochen direkt aufeinander – das verursacht Schmerzen, Entzündungen und Lahmheiten.

Besonders betroffen sind Fessel-, Sprung- und Karpalgelenke, aber auch das Hufgelenk kann in Verbindung mit Podotrochlose (Hufrollenerkrankung) betroffen sein. Im Winter verstärken Kälte und Bewegungsmangel die Beschwerden, da die Gelenkflüssigkeit zähflüssiger wird.

Ursachen: Warum entsteht Arthrose beim Pferd?

  • 🧬 Alter und genetische Veranlagung
  • ⚖️ Übergewicht und Fehlbelastung der Gelenke
  • 🏇 Übermäßige sportliche Beanspruchung ohne ausreichendes Aufwärmen
  • 🍽️ Mangelnde Nährstoffversorgung (z. B. Zink, Kupfer, Mangan, Schwefel)
  • 🩹 Verletzungen oder alte Traumata
  • 🐎 Bewegungsmangel oder unnatürliche Haltung in Boxen

Auch Fütterungsfehler in der Aufzucht – etwa zu wenig Mineralstoffe – können langfristig das Risiko für Arthrose erhöhen.

Symptome: So erkennst du Arthrose beim Pferd

  • Steifheit oder Lahmheit nach längerer Ruhe
  • „Einlaufen müssen“, bevor das Pferd rund läuft
  • Stolpern, Ticken oder unklare Bewegungen
  • Schwellungen, Wärme oder Gallen an den Gelenken
  • Unlust, sich zu bewegen

Im Anfangsstadium kann das Pferd noch relativ normal laufen – erst mit Fortschreiten der Erkrankung treten deutliche Schmerzen auf.

Behandlung: Was hilft bei Arthrose beim Pferd?

Arthrose ist nicht heilbar, aber sehr gut behandelbar. Ziel ist es, die Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu hemmen und den Knorpelstoffwechsel zu unterstützen.

🥕 1. Fütterung & Nährstoffversorgung optimieren

Eine ausgewogene Ernährung ist der Schlüssel zur Gelenkgesundheit. Besonders wirksam sind:

  • Glucosamin & Chondroitinsulfat – unterstützen den Knorpelaufbau
  • Hyaluronsäure – verbessert die Gleitfähigkeit der Gelenke
  • MSM (organischer Schwefel) – wirkt entzündungshemmend
  • Grünlippmuschelextrakt – liefert Glykosaminoglykane und Omega-3-Fettsäuren
  • Kupfer, Mangan & Zink – fördern die Bildung von Gelenkgewebe

Tipp von winnies: Hochwertige Ergänzungsfutter mit diesen Wirkstoffen können helfen, den Knorpelabbau zu verlangsamen und die Beweglichkeit deines Pferdes zu fördern.

🌿 2. Natürliche Entzündungshemmer & Kräuter

  • Teufelskralle – entzündungshemmend und stoffwechselanregend
  • Weidenrinde – enthält Salicin, das ähnlich wirkt wie Aspirin
  • Ingwer & Kurkuma – fördern Durchblutung und Zellstoffwechsel
  • Hagebutte – reich an Vitamin C, antioxidativ und regenerierend

Hinweis: Teufelskralle sollte bei magenempfindlichen Pferden oder tragenden Stuten vermieden werden.

🔥 3. Wärmebehandlung & Muskelentspannung

Verspannte Muskulatur kann Arthroseschmerzen verstärken. Wärme sorgt für Entspannung und bessere Durchblutung. Empfohlen werden:

  • Wärmedecken oder Gamaschen mit Keramikfasern
  • Infrarotdecken für Tiefenwärme
  • Physiotherapie oder sanfte Massage

❄️ Bei akuten Entzündungen sollte stattdessen Kälte eingesetzt werden – in Absprache mit dem Tierarzt.

🏃‍♀️ 4. Bewegung ist Therapie

Sanfte, regelmäßige Bewegung ist für Arthrosepferde unerlässlich. Sie fördert die Bildung der Gelenkflüssigkeit (Synovia) und erhält die Muskulatur.

  • Lange Aufwärmphasen (mind. 15 Minuten Schritt)
  • Keine engen Wendungen oder Sprünge
  • Gleichmäßige Bewegung statt plötzlicher Belastung
  • Spaziergänge, Schritttraining, Aquatraining oder Bodenarbeit

Boxenruhe ist kontraproduktiv! Pferde mit Arthrose brauchen kontrollierte, tägliche Bewegung.

💉 5. Tierärztliche Behandlungen

  • Hyaluronsäure- oder Kortison-Injektionen direkt ins Gelenk
  • IRAP- oder PRP-Therapie (Eigenblut zur Regeneration)
  • Stammzelltherapie – für noch aktive Sportpferde
  • Polyacrylamid-Hydrogel (PAAG) – als langfristige Gelenkfüllung
  • Orthopädischer Hufbeschlag – entlastet betroffene Gelenke

Diese Maßnahmen sollten stets in enger Abstimmung mit einem erfahrenen Tierarzt erfolgen.

🏡 6. Haltung & Alltag anpassen

  • Offenstallhaltung oder Paddock-Trail für natürliche Bewegung
  • Weiche Einstreu und trockener Untergrund
  • Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit (Decken, Unterstände)
  • Ruhige Herdenzusammenstellung ohne Stress

Ein warmer, trockener Stallbereich und täglicher Weidegang unterstützen den Stoffwechsel und das Wohlbefinden deines Pferdes.

Fazit: Arthrose ist kein Ende – sondern eine Herausforderung, die du meistern kannst

Mit der richtigen Kombination aus Fütterung, Bewegung, gezielter Therapie und liebevoller Pflege kann dein Pferd trotz Arthrose ein glückliches, aktives Leben führen. Wichtig ist: Frühzeitig handeln und alle Maßnahmen individuell auf dein Pferd abstimmen.

🔗 Weiterführender Ratgeber auf winnies.de